07.12.2017

Ich bin ein hoffnungsloser Fall

Eine junge Frau freut sich auf ihre erste Autofahrstunde mit ihrem Vater. Schnell wird aus der Begeisterung echter Frust, ja sogar ein Trauma. Nichts, aber auch gar nichts ist gut, was sie macht. Ihr Vater korrigiert sie ständig, greift energisch und gefühllos ins Lenkrad, schimpft mit ihr und macht sie verbal komplett fertig: „Wie doof bist du denn? Du kannst aber auch gar nichts. Ich hab dir doch schon 3 Mal erklärt, wie du das machen musst. Fahre rechts ran, das hat überhaupt keinen Sinn mit dir!“

 

Die Frau ist heute hochbetagt und kein einziges Mal mehr Auto gefahren. Wen wundert’s. Dieses Erlebnis hat sich tief in ihr Selbstverständnis eingeprägt: „Ich bin ein hoffnungsloser Fall!“

Alle haben wir Stärken und Schwächen und wenn wir solche Erlebnisse mit unseren Schwächen erfahren müssen, ist es mehr als verständlich, dass wir zu so einem fatalen Schluss kommen können. Schade, denn die Schlussfolgerung ist absolut falsch. Ganz egal wie lange sie gebraucht hätte (wahrscheinlich gar nicht so lange, mit einem verständnisvolleren Vater) um fahren zu lernen, sie hätte es gelernt.

Aber diese Erfahrung, dieses Trauma hat sich tief in ihr Bewusstsein eingebrannt und ihr Verhalten geprägt. Leider! ABER es gibt Hoffnung. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist: Es braucht einen gesunden Menschenverstand, dieser Lüge zu widerstehen. Manchmal fühlt sich die Wahrheit falsch an! Darum muss man sich in solchen Fällen dazu durchringen, sie als falsch anzusehen, egal was die Gefühle dazu sagen. Das braucht deine ganze Kraft und deinen ganzen Mut. Am besten machst du das laut und deutlich, denn einer hört mit – der Teufel und genau der will, dass du diese Lüge glaubst, damit er dich klein und demütig hält. Das aber ist falsche Demut, weil eine Lüge dahintersteckt.

 

Hier ist eine kleine Anleitung, wie du dir selber helfen kannst, von solchen Lügen wegzukommen:

1. Erkenne und formuliere diese Lüge auf ein Blatt unter den Titel: DIE LÜGE, DIE ICH GLAUBE.

„Ich bin ein hoffnungsloser Fall.“ 

2. Suche in der Bibel nach Stellen, die das Gegenteil (i. e. die Wahrheit) aussagen.

„Hab keine Angst, du bist unendlich geliebt! Friede sei mit dir. Sei stark, ja, sei stark!“, Daniel 10,19b. „Für ihn bin ich wertvoll. Mein Gott ist meine Kraft.“, Jesaja 49,5 Schluss.

3. Schreibe auch diese auf das Blatt unter den Titel DIE WAHRHEIT, DIE ICH GLABEN SOLL.

Fange mit mindestens einer Bibelstelle an. Du kannst sie nach Belieben ergänzen.

4. Formuliere nun ein Gebet mit deinen eigenen Worten und schreibe es ebenfalls auf dieses Blatt

„Lieber Vater im Himmel. Danke, dass ich zu dir kommen darf und du ein Ohr für mich hast. Für viele Jahre schon glaube ich diese Lüge, dass ich ein hoffnungsloser Fall sei, wegen dieser ersten Fahrstunde mit meinem Vater. Das ging so arg daneben. Dein Wort sagt aber in Daniel 10 Vers 19, dass ich keine Angst haben soll, weil du mich unendlich liebst. Friede soll deswegen in mir sein und ich soll stark sein, das zu glauben. Ebenso sagst du mir in Jesaja 49 Vers 5, dass ich für dich wertvoll bin und du meine Kraft bist, dieser Lüge zu widerstehen. Mein Heiland, das will ich von ganzem Herzen. Hilf mir diese Wahrheit zu glauben. 

5. Sprich dieses Gebet nun während 40 Tagen täglich laut aus.

Jedes noch so falsche Denken kann geändert werden. Es braucht aber Durchhaltewillen. Wie gesagt, manchmal fühlt sich die Wahrheit falsch an. Also wisse, dass es ein Kampf wird. Halte durch und „zwinge“ dich, dieses Gebet jeden Tag laut zu sprechen. Aus der Erfahrung heraus kann ich dir versprechen, dass es wirklich hilft! ABER HALTE UNBEDINGT DURCH. Da gibt es keine Abkürzung. Gott ist mir. 

Merke: Diese Übung nennen wir einen FESTUNGSZERSTÖRER. Nähere Infos und eine sehr detaillierte Beschreibung dazu findest du unter hier.

Ein bereits vorgedrucktes Arbeitsblatt findest du hier.

 

Ich vermag alles durch Christus, der mich stark macht (Phlipper 4,13).

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